GWG nimmt ein neues Aufzugskonzept in Betrieb

Moderate Kostenumlage dank kompletter Eigenfinanzierung

Schon vor drei Jahren, bei einer Objektbesichtigung mit seinem Kollegen Holger Siebert, hatte Hans-Dieter Vollmer plötzlich die Idee des neuen Aufzugkonzeptes im Kopf. Eine Skizze war schnell gemacht. Auch die technische Umsetzung wurde nicht mehr aus den Augen verloren. Am 30. Oktober wurde das neue Projekt nun übergeben. „Ich wollte unseren Mitgliedern einen nachträglich montierten Aufzug bieten, der vollkommen barrierefrei ist, alle vier Wohnungen einer Etage erreicht, kaum Platz benötigt, bis in den Keller fährt und von vorn und von hinten betreten werden kann“, resümierte Vollmer.

Gerade der Platzbedarf war bisher das Problem. Bei ähnlichen Projekten musste sonst ein großes Zimmer geopfert werden, um den Aufzugszugang zu ermöglichen. Bei dieser Lösung war es nur das ¼-Zimmer an der Küche, welches weichen musste. Fast nebenbei wurden noch zwei Grundrissänderungen vorgenommen und so Neumitglieder gewonnen. Für die Mieter, das AIC-Planungsteam, die ausführende Firma ALKO und die GWG war der gesamte Prozess eine große Herausforderung. Vorstand und Projektleiter Holger Siebert hat sich während der dreimonatigen Bauzeit unter bewohnten Bedingungen persönlich um die im Haus verbliebenen Mitglieder gekümmert. „Denn drei Monate können ganz schön lang werden“, so Siebert.

„Möglich wurde das Projekt aber nur durch eine gesicherte Eigenfinanzierung “, betonte GWG-Vorstand Hans-Dieter Vollmer. „Denn bei einer kompletten Umlage der Investition von ca. 250.000 Euro, einschließlich aller notwendigen Brandschutzmaßnahmen, wären die Mieten massiv angestiegen! Da wir zugunsten unserer Mitglieder den Bau und die Finanzierung beschlossen haben, war das Projekt so möglich. Die notwendige kleine Umlage ist für die neue Wohnqualität mehr als angemessen.“

Die Bewohner der August-Bebel-Straße 6 genießen jedenfalls die neue Aussicht während der Fahrt in ihre Wohnungen.