Kostenentwicklung im GWG-Wohnungsbestand

Die Pflege des Wohnungsbestandes der Genossenschaft ist eine wichtige und komplexe Aufgabe. Der Wert des gemeinsamen genossenschaftlichen Eigentums muss erhalten werden, die Anpassung an bestimmte Wohnformen durch Grundrissveränderungen ist ebenso notwendig, damit auch die nächsten Generationen gut, sicher und bezahlbar wohnen können. Speziell die Bestände der Baujahre ab 1959 bis 1979 brauchen viel „Zuneigung“. Die überwiegend bis 1996 vollzogene Grundsanierung unserer Wohnhäuser wurde und wird in den Folgejahren schrittweise fortgesetzt. So ist in den Kellergängen und im Flurbereich eine Aufwertung mit neuem Farbanstrich an den Wänden erfolgt, der Einbau neuer Wohnungseingangstüren und über 30 nachgerüstete Aufzüge. Weitere zyklische Arbeiten sind die Fensterinspektion mit Wartung, die Elektroprüfung der Wohnungen, Heizungsmodernisierungen, Dachreparaturen, Erneuerung der Hausanschlüsse für Regenwasser und Abwasser sowie die umfangreiche Fassadenreinigung mit teilweisem Neuanstrich. Auch das Wohnumfeld mit Zuwegungen, Parkplätzen, Grünflächen, Spielplätzen und Fahrradhäusern erfordert hohe Aufwendungen.

Trotz sparsamster Lösungen und genauer Projektsteuerung, aber auch aufgrund des stattfindenden Wettbewerbs, sind die Ausgaben für die Instandhaltung gestiegen. Die Genossenschaft gewährt dennoch weiterhin die kostenlose Reparatur bei allen Defekten an unseren Anlagen und Bauteilen im privaten Wohnbereich. Die mietrechtlich übliche Kleinreparaturklausel ist in unseren Dauernutzungsverträgen bewusst nicht enthalten. Doch wie in allen Branchen gehen die Preissteigerungen bei Lieferungen und Leistungen auch nicht am GWG-Haushalt vorbei. Dies hat zur Folge, dass die interne Kalkulation für die Instandhaltungsrücklage neu bemessen werden muss. Nach dieser Berechnung und der Auswertung vergleichbarer Bestände wird es zu notwendigen Anpassungen der teilweise seit 1996 unveränderten Nutzungsentgelte kommen. Die Genossenschaft wird diesen Prozess in der nächsten Vertreterversammlung im Herbst ausführlich vorstellen.