Legionellenprüfungen im GWG-Bestand

Neuerungen und Wissenswertes

Legionellen sind Bakterien, die die Infektionskrankheit „Legionellose“ hervorrufen können. Seit 2001 besteht in Deutschland dafür eine Meldepflicht. Ende 2012 wurden Gesetzesänderungen zu diesem Thema beschlossen, die bis zum Jahresende 2013 umzusetzen waren.

Was verändert sich mit der neuen Trinkwasserverordnung?

Die zweite Änderungsverordnung der Trinkwasserverordnung ist am 14.12.2012 in Kraft getreten. Sie regelt u. a. die wiederkehrende Analyse des Trinkwassers. So müssen zukünftig Trinkwasser-Installationen in Mehrfamilienhäusern regelmäßig auf Legionellen untersucht werden. Die erstmalige Untersuchung der Wasserversorgungsanlage muss bis spätestens 31.12.2013 stattgefunden haben. Danach ist im Rhythmus von drei Jahren eine erneute Probenentnahme Pflicht.

Müssen Sie mitwirken?

Da es ein Gesetz ist, haben alle Mitglieder den Wasserkontrolleuren Zugang zu gewähren. Die zertifizierten Kontrolleure wurden aber von GWG-Mitarbeitern begleitet. Alle betroffenen Mitglieder wurden im Vorfeld kontaktiert, um die Beprobung vorzubereiten. Den Kontrollumfang an sich legt das Gesundheitsamt genau fest. Wohnungen, die am Strangende liegen, sollen dabei vorrangig beprobt werden.

Wie weit sind die Analysen?

Alle Bestandsbereiche wurden schon bis Mitte November beprobt. Unregelmäßigkeiten gab es bisher nicht.

Wer trägt die Kosten?

Die Kosten der regelmäßigen Wasseranalysen sind den Kosten der Wassererwärmung zuzuordnen und im Rahmen der Betriebskosten umlagefähig. Die GWG hat sich dafür Angebote mehrerer akkreditierter Dienstleister eingeholt, um die Kosten so gering wie möglich zu halten.

Was können Sie zur Trinkwassergüte beitragen?

  1. Bei Abwesenheit von bis zu zwei Tagen: Lassen Sie das Wasser ca. 30 Sekunden ablaufen, bis es spürbar kühler wird.
  2. Bei Abwesenheit von mehr als zwei Tagen: Schließen Sie die Absperrarmatur für Ihre Wohnung und lassen Sie nach Ihrer Rückkehr das Stagnationswasser an allen Entnahmestellen kurzzeitig abfließen.
  3. Allgemein: Selten genutzte Entnahmestellen sollten monatlich etwa 1 Minute lang gespült werden.