Neustadt-Kita feiert 50. Geburtstag

Hier spielen bereits einige Enkel der ersten Kinder

Es war ein Festtag, wie man ihn nur selten erlebt. Zur Feier des 50. Gründungsjubiläums der heutigen Kita „Findus“ kamen am 9. Juni 2016 nicht nur die Familien der Kinder, die heute hier spielen und die Welt entdecken, auch ehemalige Mitarbeiterinnen und nun schon recht erwachsene ehemalige „Kinder“ und Nachbarn trafen sich zu diesem besonderen „Tag der off enen Tür“. Als Ehrengäste erschienen sogar Peterson und Findus, um der Kita, die nun ihren Namen trägt, Glückwünsche auszurichten und natürlich mit den Kindern allerlei gemeinsamen Schabernack zu treiben.

Nach dem offiziellen Teil, zu dem die Kinder mit ihren Liedern einen schönen Rahmen gaben, ließen alle gemeinsam 50 Luftballons gen Himmel fliegen, um ein deutliches Zeichen zu setzen, dass hier Geburtstag gefeiert wird. Im Foyer der Kita erwartete eine kleine Ausstellung die Gäste. Fotos, Berichte und Dokumente zu den vergangenen 50 Jahren Kitageschichte waren vom „Findus”-Team zusammengetragen und arrangiert worden. In Vorbereitung des Festes hatten sie ehemalige Kita-Leiter, Kollegen sowie technisches Personal aus den Anfangsjahren zu einem Osterbrunch eingeladen, um sie zur Geschichte der Kita zu befragen. Sie hörten von Festen, mehrtägigen Ausfl ügen mit den Kindern und Patenbrigaden. Einige Eltern, die heute ihre Kinder in der Einrichtung haben, besuchten diese selbst als Kind. Auch sie steuerten Fotodokumente für diesen besonderen Rückblick bei.

Ein besonderes Zusammentreff en erlebte der GWG-Vorstand Holger Siebert. Auch er war ehedem hier in die Kita gegangen und traf nun seine damalige Kindergärtnerin Frau Heuschkel wieder. Diese ist sogar Mitglied der GWG und freut sich, was aus ihrem einstigen Schützling geworden ist.

Auch die GWG hatte ein Jubiläumsgeschenk dabei: Einen Gutschein für eine gewünschte hölzerne Tankstelle für die vielen neuen durch die PS Lotterie gesponserten Fahrzeuge, wie Laufräder und Roller. Leider hatte sich die Lieferung verzögert, so dass die Vorfreude länger halten musste. Die Nachlieferung erfolgte dann wenige Tage später.

Auch die heutigen Kita-Kinder hatten sich auf das Jubiläum vorbereitet. Vom 17.  Mai bis 27. Mai lernten sie alte Kinderspiele in den Projektwochen kennen. Von Gummihopse bis Kreis- und Murmelspielen, Abzählverse bis Kettefädeln hatten die Kitaknirpse viel Freude an dem, was ihre Eltern und Großeltern so alles spielten. Höhepunkt der Woche wurde aber der sportliche Wettkampf „Mach’s mit – mach’s nach – mach’s besser“ mit Adi, dem damaligen Liebling im Kinderfernsehen. Trotz seines fortgeschrittenen Alters zeigte er den Kindern noch so manche Übung und der Spaß am sportlichen Wettkampf zog alle in ihren Bann.

 

Kurzfassung der Kita-Geschichte

Die heutige Kita „Findus“ wurde am 17. Februar 1966 unter dem Namen „Fröbel“ eröffnet. Ihr folgte im Januar 1967 das zweite Haus mit dem Namen „Makarenko“. Beide hatten jeweils Platz für 100 Kindern in 4 Gruppen. Lübbenau wuchs mit der Braunkohle und viele junge Familien kamen.

Ende der 90er Jahre hieß die Kita: „Fröbel-Haus Sonnenschein“. Auf Grund der sinkenden Kinderzahlen in Lübbenau kam es zur Zusammenlegung von Einrichtungen. 2003 zog das „Parkschlösschen Beuchow“ mit in die Kita ein, kurz darauf kamen Kinder und Kollegen aus der ehemaligen Kita „Lea Grundig“ dazu.

2006 benannte sich die Kita nach dem bekannten kleinen Kater aus dem Kinderbuch von Sven Nordquest in „Findus“ um.

Bei der umfangreichen energetischen Sanierung ab 2011 wurde dieses Thema von den Architekten aufgriffen und liebevoll in der Gestaltung der Kita einbezogen. Auch entstand endlich ein 30 Jahre lang gewünschter Mehrzweckraum, der für Elternabende, Puppentheater und Sport genutzt werden kann.

Zur Zeit werden in der Kita 115 Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren von 16 KollegInnen betreut. Vier technische Kräfte und ein Hausmeister kümmern sich um die Reinigung, Ausgabe der Mahlzeiten sowie Reparatur und Instandhaltung von Haus, Hof und Spielzeugen.