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Hornissen und Wespen stehen unter Schutz

Vorangeschickt:
Aufgrund zahlreicher Anfragen in diesem Jahr möchte die GWG nähere Informationen über Hornissen geben. Hornissen sind nicht gefährlicher als Bienen oder Wespen. Ihr Gift ist nur bei einer Allergie gefährlich. Daher: Keine Panik, wenn sich eines dieser kleinen Geschöpfe nähert. Ob Hornisse, Honigbiene oder Wespe, jedes dieser Tiere sticht einen Menschen nur, wenn es sich in Gefahr wähnt. Bewegt man sich ruhig, sieht das Tier sich nicht bedroht. Hornissen verteidigen lediglich ihr Volk im unmittelbaren Nestbereich (2-3m Entfernung) bei Störungen wie heftigen Erschütterungen einer blockierten Flugbahn. Zudem sind Hornissen scheuer als Honigbienen, weichen Konflikten außerhalb des Nestbereiches lieber aus. Da sie sich nicht für süße Getränke oder Speisen interessieren, ist es auch äußerst unwahrscheinlich, von einer Hornisse im Mund- oder Rachenraum gestochen zu werden.
 
Hornissen: eine geschützte Art
Hornissen oder Wespen unterliegen zunächst dem Bundesnaturschutzgesetz, das wildlebende Tiere generell schützt. Hornissen sind darüber hinaus besonders geschützte Tiere nach dem Bundesartenschutzgesetz. Ein Verstoß gegen diese Schutzbestimmung kann mit Bußgeld geahndet werden (§65 BNatSchG). Das heißt: Hornissen dürfen nicht getötet und ihr Nest nicht zerstört werden! Eine Befreiung von den Schutzbestimmungen kann nur die zuständige Behörde für Naturschutz und Landschaftspflege aussprechen (§62 BNatSchG). Ordnungswidrigkeiten gegen diese Vorschriften werden bei vorsätzlichen oder fahrlässigen Verstößen mit bis zu 50.000 EURO Bußgeld geahndet!
 
Übrigens:
- Ab November ist ein Hornissennest verlassen.
- Das Nest wird nicht wieder bezogen.
- Ein großes Hornissenvolk kann an einem Tag bis zu einem 1/2 Kilo lästiger Insekten vertilgen und an die Brut verfüttern. Dieser Tagesbedarf entspricht etwa 5 – 6 Meisenfamilien.
 
Hornissennest im Wohnbereich – wer kann mir helfen?
In 80% der Fälle reichen die oben genannten Vorkehrungen. Bei kritischer Lage eines Nestes hilft die untere Naturschutzbehörde der Gemeinde weiter. Sie gibt Tipps zum friedlichen Miteinander oder zur Umsiedlung, so diese unvermeidlich ist. Entscheidend ist hier das Votum der Behörde (s.o.).
 
Wo kann ich mich weiter zum Hornissenschutz informieren?
Landkreis Oberspreewald Lausitz
Amt für Umwelt und Bauaufsicht
Untere Naturschutzbehörde
 
J.-Gottschalk-Straße 36
03205 Calau
Ansprechpartner: Jürgen Jentsch
Tel.: (03541) 8703 485
 
Haus für Mensch und Natur Lübbenau
Schulstraße 9
03222 Lübbenau/Spreewald
Tel.: (03542) 8921-0 bzw. Naturwacht-Tel.: (03542) 879 168